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10.10.2014
Aussage des ehemaligen Geschäftsführers Weyer wirft schlechtes Licht auf seinen Nachfolger
Die Aussage des ehemaligen Geschäftsführers Technik am BER, Thomas Weyer, in der heutigen Sitzung des Untersuchungsausschusses machte deutlich, dass ein gravierendes Kontrollversagen der Geschäftsführung ab 2008 einer der Hauptgründe für die Probleme am BER ist.
Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin
Weyer war von 2004 bis 2008 Geschäftsführer Technik; in diese Zeit fiel unter anderem die Ausschreibung der Bauleistungen an einen Generalunternehmer und deren Aufhebung sowie die Vergabe der Planungsleistungen für den Flughafen an die Planungsgemeinschaft BBI.

Der Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss, Ole Kreins und der Sprecher der CDU-Fraktion, Oliver Friederici, erklären dazu:

Ole Kreins:
„Die Aussage des Zeugen Weyer hat in erster Linie gezeigt, wie gravierend die Versäumnisse seines Nachfolgers Manfred Körtgen gewesen sein müssen. Weyer bestätigte, dass der Zeitplan des Projektes zwar sportlich gewesen sei, es jedoch bis zu seinem Weggang in 2008 keine gravierenden Verzüge bei den Bauleistungen gegeben habe. Da spricht es Bände, wenn schon zwei Jahre später unter seinem Nachfolger ein Bauverzug von elf Monaten entstanden war. Zwar haben die letzten Sitzungen gezeigt, dass es dabei auch gravierende Mängel in den Leistungen der Planer gegeben hat, Weyer machte jedoch heute deutlich, dass am Flughafen genug fachliche Expertise vorhanden war, die es der Geschäftsführung ermöglichte, die Planer effektiv zu kontrollieren. Warum dies unter Manfred Körtgen offenbar versäumt wurde, wird in der nächsten Sitzung, in der Körtgen als Zeuge geladen ist, zu klären sein.

Außerdem hat sich heute gezeigt, dass die Grundentscheidung, die Vergabe an einen Generalunternehmer aufzugeben und die Bauleistungen in Einzellose aufzuteilen, richtig war. Weyer schilderte, dass für die Generalunternehmerleistungen vier preisgleiche Angebote abgegeben wurden – vor diesem Hintergrund ist die Aufhebung der Ausschreibung und die Vergabe in Einzellosen die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung gewesen.“

Oliver Friederici:
„In den letzten Zeugenbefragungen hat sich mehr und mehr herauskristallisiert, dass die mangelhaften Leistungen der von der Flughafengesellschaft beauftragten Planer einen erheblichen Einfluss auf die Verzögerung der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens hatten. Der Zeuge Weyer hat in seiner Aussage angedeutet, dass es die Aufgabe der Flughafengesellschaft gewesen wäre, die Planungsleistungen ordnungsgemäß zu überwachen, entsprechende Kontrollmechanismen zu installieren und hierbei offensichtlich Fehler gemacht worden seien. Der Untersuchungsausschuss wird sich dieser Frage in den nächsten Sitzungen annehmen, wenn die Zeugen Dr. Körtgen (Nachfolger von Herrn Weyer als technischer Geschäftsführer) und Prof. Rainer Schwarz (ebenfalls ehemaliger Geschäftsführer der FBB) befragt werden. Besonders bemerkenswert ist, dass Herr Weyer – seit 2008 Geschäftsführer für Verkehr und Technik am Flughafen München – die Mär entkräften konnte, dass der BER von Anfang an zu klein geplant worden sei. Der Hauptstadtflughafen ist nach seiner Ansicht auf Basis seriöser Fluggastprognosen geplant worden. Die Tatsache, dass Berlin eine derartig hohe Steigerungsrate an Fluggästen hat, ist nicht vorhersehbar gewesen. Zwar ist dies eine außerordentlich erfreuliche Entwicklung, die positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung Berlins und den Beschäftigungszahlen beiträgt, jedoch konnte niemand voraussehen, dass Berlin sämtliche deutschen Flughäfen deutlich bei der Steigerung der Fluggastzahlen abhängt.“


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