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13.06.2014
Bilanz des Scheiterns: Flughafen-Planer flüchten sich in Schuldzuweisungen
In seinen vier letzten Sitzungen hat sich der Untersuchungsausschuss BER intensiv mit der Planungsleistung der pg bbi (Planungsgesellschaft BBI) auseinandergesetzt, zu der auch das eigentlich renomierte Büro gmp (Architekten von Gerkan, Marg und Partner) gehört, das innerhalb der Gemeinschaft federführend im Bereich der Planung und Bauüberwachung war.
Stefan Evers, Sprecher der CDU-Fraktion Berlin im Untersuchungsausschuss BER
Hierzu erklären die Sprecher der Fraktionen von SPD und CDU, Ole KREINS und Stefan EVERS:

„Die beiden Zeugen Hans Joachim Paap (gmp) und Knut Nell (gmp) haben in das gleiche Horn gestoßen, wie schon Meinhard von Gerkan mit seinem Buch "Black Box BER" im letzten Jahr:

Sie bestritten jedwede Schuld und verwiesen stattdessen auf alle anderen Beteiligten. Die Planer und Architekten seien nicht verantwortlich für die Verzögerungen am Bau, die Schuld wurde allein auf "die Politik", den Bauherren und die beteiligten Firmen geschoben. Von Selbstkritik keine Spur.

Die pg bbi hat für den Flughafen BER nicht nur die Planung übernommen, sondern auch die Bauüberwachung durchgeführt. Bereits Anfang 2010 bestanden erhebliche Mängel in der Ausführungsplanung. Dennoch hat gerade gmp nachweislich den Eindruck aufrecht erhalten und immer wieder bestärkt, eine termingerechte Fertigstellung des Flughafens sei realistisch.”

Ole Kreins: “Auch die zweite Anhörung des ehemals obersten Bauüberwachers am BER, Architekt Knut Nell, erbrachte nicht sonderlich Überraschendes, nur wenig neue Erkenntnisse. Die Bauüberwachung verstand sich offenbar selbst als ein zahnloser Tiger. Im Vordergrund der Aktivitäten standen Besprechungsrunden. Zwar hatte die Bauüberwachung Erkenntnisse über den unzureichenden Fortgang der Arbeiten an der Brandschutzanlage im Zeitraum 2011/2012. Sie sah sich aber nicht in der Lage, Anweisungen an beteiligte Baufirmen durchzusetzen. Ebenso sah sie sich nicht in der Lage durchzusetzen, dass Sachverständigenberichte und Prüfprotokolle zeitgerecht eingereicht wurden. Die Bauüberwachung hat offenbar versagt!“

Stefan Evers: “Beide Zeugen haben jedes Schuldbewusstsein vermissen lassen. Das ist angesichts ihrer Rolle bei der Flughafenplanung und Bauüberwachung enttäuschend. Es bestätigt meinen Eindruck organisierter Verantwortungslosigkeit auf Seiten der Architekten und Planer. Die Bilanz des Scheiterns, die sich die Planungsgemeinschaft pg bbi vorhalten lassen muss, ist maßgeblich für die Probleme am BER verantwortlich. Gerade bei gmp handelte es sich um ein namhaftes Planungsbüro, auf das sich Flughafengesellschaft und Aufsichtsrat verlassen durften und mussten. Niemand hatte eine bessere Kenntnis über die Planung des neuen Flughafens und den Stand der Umsetzung der Baumaßnahmen."


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