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20.03.2015 | SPD-Fraktion Berlin und CDU-Fraktion Berlin
Mehdorn spricht Klartext
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Flughafengesellschaft, Hartmut Mehdorn, hat in seiner heutigen Zeugenaussage vor dem Untersuchungsausschuss eindrücklich dargestellt, welche Situation er auf der Baustelle vorfand, als er Anfang 2013 beim BER anfing.
Stefan Evers, Sprecher der CDU-Fraktion Berlin im Untersuchungsausschuss BER
Die Baustelle habe sich in einer Art „Schockstarre“ befunden, sei unaufgeräumt und führungslos gewesen. Zudem habe Herr Amann, der seinerzeitige technische Geschäftsführer, die Zusammenarbeit mit ihm von Anfang an verweigert. Gleichzeitig hätten sich externe Berater, die Herr Amann kurzfristig in das Projekt geholt habe, wie die „Herren der Baustelle“ aufgeführt. Das Vertrauen des Aufsichtsrates in die Geschäftsführung sei tief erschüttert gewesen, da dieser sich durch die vorherigen Geschäftsführer „beschwindelt gefühlt“ habe.

Vor diesem Hintergrund sei es, so berichtete Herr Mehdorn weiter, notwendig gewesen, die organisatorische und personelle Struktur der Flughafengesellschaft neu aufzustellen. Entscheidend sei gewesen, das Projekt wieder auf einen Weg zu bringen, bei dem die zügige Fertigstellung des Flughafens für alle Beteiligten oberste Priorität hatte.

Die Untersuchungsausschuss-Sprecher der SPD-Fraktion, Ole Kreins, und der CDU-Fraktion, Stefan Evers, erklären dazu:

Ole Kreins:
Hartmut Mehdorn hat heute sehr eindrücklich und nachvollziehbar geschildert, wie notwendig eine Neustrukturierung des Projekts BER Anfang 2013 war. Schon aus früheren Vernehmungen wissen wir, dass Rainer Schwarz und Manfred Körtgen in ihrer Zeit als Geschäftsführung einen Großteil ihrer Energie darauf verwendeten, Probleme schön zu reden und vor dem Aufsichtsrat zu verschleiern. Auch Horst Amann gelang es nicht, das Projekt wieder auf Kurs zu bringen: er verzettelte sich in einer unstrukturierten Bestandsaufnahme, die sich in einer bloßen Fehlerliste ohne daraus folgende Konsequenzen für das Projekt erschöpfte, und installierte eine intransparente Parallelstruktur, indem er etliche neue Firmen ohne klaren Verantwortungsbereich auf die Baustelle holte und deren Mitarbeiter mit weitreichenden Kompetenzen ausstattete. Diese Parallelstruktur erhöhte, wie wir gerade sehen, außerdem die Gefahr von Korruptionsfällen; so holte er unter anderem den Bereichsleiter ins Team, gegen den heute wegen Bestechlichkeit ermittelt wird. Insofern ist es Mehdorn zu verdanken, dass das Projekt mit seinem SPRINT-Programm und dem Umbau der Geschäftsführung wieder klar auf eine möglichst zügige Eröffnung des Flughafens ausgerichtet wurde.

Stefan Evers:
Endlich konnten wir im Untersuchungsausschuss einen Flughafen-Geschäftsführer befragen, der den BER auch tatsächlich vorangebracht hat. Wir müssen Herr Mehdorn dankbar sein, dass er nach dem Desaster des Jahres 2012 neue Perspektiven eröffnet hat. Hartmut Mehdorn musste sich heute im Ausschuss unangenehmen Fragen stellen, sowohl zur Aufstellung der Flughafengesellschaft und der Baustelle BER als auch zu den Korruptionsvorwürfen, die kürzlich erhoben wurden. Er hat in seiner Befragung schlüssig und nachvollziehbar dargestellt, wie sich die Flughafengesellschaft in seiner Dienstzeit entwickelt hat. Er hat auch zu kritischen Punkten glaubwürdig Stellung bezogen. Die realistische Aussicht auf eine Fertigstellung des Flughafens bis Mitte 2017 konnte er auch im Untersuchungsausschuss untermauern.


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