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Beschlüsse
24.03.2015
Die Amerika-Gedenkbibliothek als Standort für die Zusammenführung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Aufgrund dieser Standortvorteile und in Ansehung der historischen Bedeutung der Amerika-Gedenkbibliothek für das Land Berlin präferiert die CDU-Fraktion eine mittel- und langfristige Zusammenführung der Zentral- und Landesbibliothek am Blücherplatz.
Die Amerika-Gedenkbibliothek (AGB) ist mit 7.500 qm (BGF), davon 2.500 qm Publikumsfläche, seit 60 Jahren im Bibliotheksbetrieb. Sie ist ein Geschenk der Vereinigten Staaten und damit des amerikanischen Volkes an Berlin. Die Entscheidung dieses Geld für eine Bibliothek zu verwenden, trafen unter großer Zustimmung der amerikanischen Seite Berliner Politiker unter der Führung von Ernst Reuter. Die AGB ist nicht nur eines der Wahrzeichen Berlins, sondern auch mit der Idee der Public Library prägend für die deutsche Bibliothekslandschaft. Die AGB ist einer der meistbesuchten Kulturorte der Stadt. Der Widmungsspruch von Thomas Jefferson: „Diese Gründung beruht auf der unbegrenzten Freiheit des menschlichen Geistes. Denn hier scheuen wir uns nicht, der Wahrheit auf allen Wegen zu folgen und selbst den Irrtum zu dulden, solange Vernunft ihn frei und unbehindert bekämpfen kann.“

Nach der Wiedervereinigung Berlins wurde die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) 1995 zusammengeschlossen aus der ehemaligen Ostberliner Berliner Stadtbibliothek und der Westberliner Amerika-Gedenkbibliothek. Um der wichtigen Aufgabe der ZLB zur Bewahrung von in Berlin erschienenen Medien gerecht zu werden, hat die ZLB zusätzlich noch ein Außenmagazin in der BEHALA anmieten müssen.

Die Teilung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin ist eines der letzten Relikte der Teilung der Stadt. Alle drei Bibliotheksteile müssen zusammengeführt werden, so dass Berlin über eine Zentralbibliothek verfügt und damit die Stadt ihrem Auftrag eines zentralen Bildungs- und Kulturorts für Berlins Bürgerinnen und Bürger nachkommen kann. Berlin braucht eine zeitgemäße und arbeitsfähige Zentralbibliothek, die gleichzeitig auch den landesbibliothekarischen Aufgaben gerecht werden kann. Dafür muss sie unter einem Dach vereint werden. Diese mittel- und langfristige Notwendigkeit erkennt die CDU-Fraktion ausdrücklich an.

Ein Erweiterungsbau der AGB zu dieser zentralen Öffentlichen Bibliothek Berlins ist hierfür unter mehreren die bisher sinnvollste und inhaltlich überzeugendste Lösung.

Die Bibliotheksbenutzerinnen und -benutzer lieben die AGB, sie ist nicht nur ein denkmalgeschütztes Symbol der Berliner Geschichte und der Freundschaft mit Amerika, sie ist auch für die Berlinerinnen und Berliner aus aller Welt ein sehr persönlicher Ort, ein Ort, an dem viele Menschen dieser Stadt ihre eigene Bildungsschichte prägen konnten.

Rund um die heutige AGB stehen Flächen zur Verfügung, die bis auf eine Ausnahme im Besitz des Landes Berlins liegen. Diese können für eine Bebauung genutzt werden – und diese Bebauung wurde auch von der Bezirksverordnetenversammlung Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg schon im Mai 2014 ausdrücklich erwünscht. Für einen Anbau sind durch diese Voraussetzungen die bautechnischen Risiken mit einem Neubau auf freier Fläche zu vergleichen. Die Funktionalität kann wegen des hohen Neubauanteils bibliotheksgerecht gesteuert werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass eine mögliche Erweiterung der AGB an diesem Standort nicht zu Lasten der umliegenden Straßenverkehrsflächen geht.

Im Gegensatz zu anderen in der Diskussion stehenden Gebäuden wie beispielsweise dem ICC oder dem Flughafengebäude Tempelhof oder auch einem Großteil der Baumasse der Berliner Stadtbibliothek ist die AGB bereits für ein Bibliotheksgebäude gebaut. Die AGB ist ideal angebunden an das öffentliche Verkehrsnetz, mit dem U-Bahnhof Hallesches Tor liegt sie an der Kreuzung der U1 und der U6, wenige Meter entfernt ist auch der U-Bahnhof Mehringdamm, hier die U7. Damit ist sie aus der gesamten Stadt sehr gut erreichbar. Der Standort am Blücherplatz könnte auch eine städtebauliche Aufwertung für das umliegende Areal bedeuten, rund um die AGB besteht ja erheblicher Entwicklungsbedarf. Was könnte hier bessere Impulse bringen als eine gut ausgebaute Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Auch jetzt schon ist die AGB mit bis zu 3.500 Nutzerinnen und Nutzern täglich sehr hoch frequentiert, besonders, wenn man bedenkt, dass das Gebäude für ca. 500 Nut-zende täglich gebaut worden ist.

Hinzu kommt, dass ein Erweiterungsbau der AGB bereits in der zurückliegenden Machbarkeitsuntersuchung für eine Zusammenführung der Zentral- und Landesbibliothek lediglich deshalb nur den zweiten Platz hinter dem politisch präferierten Neubaustandort auf dem Tempelhofer Feld erreicht hat, weil die Ewigkeitskosten einer zwangsläufig öffentlichen Nachnutzung des heutigen AGB-Gebäudes nicht in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einbezogen wurden.

Aufgrund dieser Standortvorteile und in Ansehung der historischen Bedeutung der Amerika-Gedenkbibliothek für das Land Berlin präferiert die CDU-Fraktion eine mittel- und langfristige Zusammenführung der Zentral- und Landesbibliothek am Blücherplatz, solange nicht die laufende erweiterte Standortuntersuchung im Auftrag des Senats erhebliche Wirtschaftlichkeitsvorteile einer anderen Lösung nachweist.

Die CDU-Fraktion fordert die zuständige Senatsverwaltung darüber hinaus dazu auf, das Raumbedarfsprogramm eines solchen Vorhabens kritisch zu überprüfen und zu reduzieren.
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