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Beschlüsse
21.04.2012
Tegels Zukunft beginnt ... jetzt
Die CDU-Fraktion unterstützt den Aufbau zu Deutschlands führendem Forschungs- und Industriepark für „Urban Technologies“ mit Hochschule im Zukunftsraum "TXXL" und legt hierzu ein detailliertes Positionspapier vor.


Positionspapier Tegels Zukunft beginnt ...jetzt!
A Einleitung

Sechs Monate nach der Inbetriebnahme des neuen Großflughafens BER wird der Flughafen Tegel endgültig geschlossen. Die Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 460 ha werden dann wieder in die Verantwortung der Eigentümer, dem Land Berlin und der Bundesrepublik Deutschland, überführt.

Auf dem Gelände sollen zukünftig innovative Arbeitsplätze in Produktion, Forschung und Wissenschaft entstehen. In der Koalitionsvereinbarung haben sich die die Koalition tragenden Fraktionen auf ein Leitbild für Tegel verständigt und Tegel - wie auch andere Zukunftsorte - als Entwicklungsschwerpunkte definiert. Standortkonferenzen haben stattgefunden, der Flächennutzungsplan befindet sich im Änderungsverfahren, der Bebauungsplan ist in Arbeit. Die planerischen Grundvoraussetzungen für die Entwicklung dieses Areals sind damit weit fortgeschritten und stehen zeitnah vor dem Abschluss.

Leider hat sich parallel zu dem planerischen Fortschritt auch der Eindruck verfestigt, dass in der Vergangenheit die notwendige politische Ansprache möglicher Ankerinvestoren nicht im Fokus des früheren Wirtschaftssenators stand. Die CDU-Fraktion kritisiert, dass das wichtige Projekt vom ehemaligen Wirtschaftssenator nicht mit dem notwendigen Nachdruck verfolgt wurde und damit wichtige Zeit verlorengegangen ist.

Entwicklungsbrachen wie in der Vergangenheit in Tempelhof dürfen sich nicht wiederholen. Die Berliner Politik ist in der Verantwortung, durch entsprechende Grundsatzentscheidungen die Zukunft des (ehemaligen) Flughafens Tegel im Berliner Nord-Westen sicherzustellen. Die Entwicklung von Tegel ist eine langfristige Aufgabe, bei der es gilt, keine Zeit mehr zu verlieren.

B Deutschlands führender Forschungs- und Industriepark für „Urban Technologies“

Die Berliner CDU hat bereits im Jahr 2009 ein Nachnutzungskonzept für den Flughafen Tegel erarbeitet. Dieses folgte der Leitidee eines ökologischen Energie- und Industrieparks. Ziel der Entwicklung sollte es sein, Industriearbeitsplätze zu schaffen und Berlin als Forschungs- und Entwicklungsstandort zu stärken. Die heutige Leitidee für das Areal, die „Urban Technologies“ als Technologien für die Stadt der Zukunft in den Mittelpunkt stellt, entwickelt diese Zielsetzung weiter und wird von der CDU-Fraktion vollständig unterstützt. Zukunftstrends, die das Leben in unseren Metropolen bestimmen werden und die Notwendigkeit, knappe Ressourcen verantwortungsvoll und effizient zu nutzen, stellen an eine moderne Stadt wie Berlin neue Herausforderungen an die Mobilität, die Energie und die urbane Versorgungsstruktur. „Urban Technologies“ beziehen sich auf umweltverträgliche Spitzentechnologien und Technologiekompetenzen für urbane Ballungszentren mit besonderem Fokus auf den Aspekt der nachhaltigen Stadtentwicklung im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial anspruchsvollen Lebensraumentwicklung. Ein positives Beispiel dieser Entwicklung ist die Auswahl Berlins als eines der „Schaufenster für Elektromobilität“. Die aus der Leitidee resultierenden vier Themenfelder „Energiewelten neu entdecken“, „Mobilität neu erfahren“, „Experimentierraum schaffen“ und „Werkstoffe neu erfinden“ halten wir für die wesentlichen und dementsprechend richtig gewählten Segmente. In Summe sollen alle für die Entwicklung städtischer Infrastruktur wichtigen Themen adressiert werden.

C Zukunftsort Tegel im Zukunftsraum „TXXL“

Tegel wird den Lebens- und Wirtschaftsraum im Nord-Westen der Stadt auch nach Beendigung des Flugbetriebes in herausgehobener Art und Weise prägen. In Tegel wird neues Wachstum generiert, der Zukunfts- und Wirtschaftsstandort Tegel wird zum Leuchtturm für die gesamte Region. Die CDU-Fraktion bekennt sich dazu, das Gelände des (ehemaligen) Flughafens Tegel dabei nicht als Solitär zu denken, sondern das städtische Umfeld in die Entwicklungsanstrengungen einzubeziehen. Der Zukunftsort Tegel wird zum Zukunftsraum „TXXL“.

Der Zukunftsraum „TXXL“ umfasst das Gebiet innerhalb eines Radius von fünf Kilometern um das (ehemalige) Terminalgebäude des Flughafens Tegel. In diesem Zukunftsraum sind bereits wichtige Partner präsent, die die Leitidee für den künftigen Industriestandort Tegel unterstützen: „Urban Technologies – Technologien für die Stadt der Zukunft“. Rund um TXL existieren bereits Brain Trusts aus interessierten Unternehmen in den Bereichen Mobilität, Energie und neue Werkstoffe. Bereits im Zukunftsraum ansässige wichtige Marktteilnehmer der Urban Technology wie Siemens, Osram, Vattenfall, Siemens Energy, ALBA, BMW Motorradwerke, BSH Bosch-Siemens-Hausgeräte, Motorola, Alstom, BayerSchering, Schleicher Electronic, Otis, MAN Turbo, Borsig und andere mehr geben zusätzliche Entwicklungsanstöße.

Der Zukunftsort und der Zukunftsraum werden Schaufenster für angewandte Urban Technologies für Metropolen im Bereich Wissen, Wirtschaft, Wohnen und Verkehr. Der Zukunftsraum „TXXL“ bildet für die CDU-Fraktion einen herausgehobenen Schwerpunkt der IBA 2020, die unter dem Leitthema der gemischten Stadt steht. Mit den Überschriften „Wissen, Wirtschaft, Wohnen“ soll sie sich in den räumlichen Schwerpunktprojekten mit der Rolle von urbaner Wirtschaft und Technologie, der Zukunft des Wohnens in der Stadt und der Organisation der Wissensstadt auseinandersetzen. Der Zukunftsort Tegel gibt dem Zukunftsraum „TXXL“ auch im Rahmen der IBA städtebauliche, soziale, wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Impulse.

Berlin steht vor einer neuen Förderperiode der europäischen Strukturfonds. Die neue Förderperiode der ESF- und EFRE-Mittel läuft von 2014- 2020. In 2014 beginnt ebenfalls eine neue Förderperiode der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Die CDU-Fraktion nimmt dies zum Anlass, die Förderkulisse Tegel für europäische Strukturfonds und GRW-Mittel auf den Zukunftsraum anzupassen.

Zukunftsort und Zukunftsraum stehen in permanenter Interaktion. Das markante Flughafen-Terminal soll auch in Zukunft über öffentliche Verkehrsmittel ein gut erreichbarer Mittelpunkt des Zukunftsraums sein. Hier laufen – ähnlich wie auf einem Flughafen – alle Fäden zusammen. Als Markenzeichen des Zukunftsraumes lässt sich das weltbekannte Terminalgebäude als Nukleus hervorragend vermarkten.

Interessant könnten größere Industrieflächen in Tegel unter anderem für außereuropäische Unternehmen sein, die hier für den europäischen Markt forschen und produzieren wollen. Grenzüberschreitende Direktinvestitionen gewinnen gegenüber dem internationalen Warenhandel generell an Bedeutung. Grundsätzlich kann ein Teil der neu gewonnenen Industrieflächen in Tegel auch für eine Optimierung der Flächennutzung innerhalb der Stadt genutzt werden. Neben der Neuansiedlung von Unternehmen ist es daher für die CDU-Fraktion im Rahmen der Pflege und Weiterentwicklung von Bestandsunternehmen auch von Bedeutung, expansionswillige Betriebe aus Berlin aufzunehmen. Für beide Vermarktungsstrategien ist ein lebendiger Wirtschaftsraum mit bereits existenten Branchen-Playern von Bedeutung.

D Zwischennutzung „Urban Tech Republic“

Die CDU-Fraktion unterstützt die Planung der Tegel Projekt GmbH, mit einem eigenständigen, kreativen Ansatz die schnelle Weiternutzung von Tegel einzuleiten. Zudem verhindert eine unmittelbare Anschlussnutzung, dass dem Gelände durch Leerstand und Vandalismus unnötig Wert entzogen wird.

Es entsteht Raum für kurzfristige und kreative Nutzungen. Junge Unternehmen erhalten die Gelegenheit sich auszuprobieren und Ideen zu entwickeln, aus denen neue Produkte und Märkte entstehen können. Die Lage des Flughafens wird zum Standortvorteil, ein Bereich der Gebäude wird als Gründerrepublik „Urban Tech Republic“ vermarktet.

Die „Urban Tech Republic“ ermöglicht die temporäre und kleinteilige Vermietung der bereits vorhandenen Flächen. Dabei soll ein geringer Mietzins (von 2 bis zu 6 €/m² monatlich) insbesondere jungen Unternehmen eine Anmietung der Gewerbeflächen ermöglichen. Die bereits vorhandene bauliche Struktur mit 60.000 m² möglicher gewerblicher Nutzfläche bietet Platz für die unterschiedlichsten Nutzungen: vom Ein-Personen-Büro bis zu Unternehmungen mit 200 Mitarbeitern. Auf sich verändernde Raumanforderungen wachsender Firmen kann jederzeit mit geringem Aufwand reagiert werden. Es entsteht eine einmalige offene Werkstatt- und Lagerlandschaft für Firmen, Institute und Projekte.

Ein Gemeinschaftsgefühl der „Bewohner“ der Republik wird durch gezielte Maßnahmen gefördert. Eigene ID-Cards können - trotz aller Heterogenität - ein nach außen sichtbares Zeichen dieser Gemeinschaft sein. Die Idee einer „Urban Tech Republic“ ist in dieser Form einmalig und stellt national wie international ein Alleinstellungsmerkmal Tegels dar. Es nutzt die internationale Berliner Gründerreputation im Sinne des Standortes aus.

Für die Ertüchtigung Tegels zu dieser gewerblichen Anschlussnutzung sind nur geringe bauliche Eingriffe nötig. Umbauten in die bestehenden Gewerbeboxen können daher mit überschaubaren Sanierungskosten pro Quadratmeter ermöglicht werden. In bedarfsabhängigen Schritten soll die dafür notwendige Finanzierung über GRW-Mittel erfolgen. Die CDU-Fraktion sieht in dieser Entwicklung einen inhaltlichen Schwerpunkt zum Einsatz der Mittel aus der GRW-Förderung. Ein Leerstand des Gebäudes und ein zunehmender Verfall der Infrastruktur würden dagegen größere Kosten verursachen.

Die geplante Zusammenarbeit mit Berliner Hochschulen und Unternehmen bietet interessante und vielversprechende Möglichkeiten für Ausgründungen oder Kooperationen. Diese räumliche Nähe von Hochschule, Start-Ups und bereits etablierten Firmen wird unerkannte und innovative Geschäftsideen hervorbringen. Sie macht die „Urban Tech Republic“ auch zu einer idealen Starterzone für internationale Technologieunternehmen. Tegel könnte sich dadurch zu einem dauerhaften Sprungbrett für technologiegetriebene Unternehmungen entwickeln und langfristig ein Motor für die Wirtschaft Berlins bleiben.

Zur Finanzierung von ggf. kurzfristig erforderlichen Umbaumaßnahmen von Teilen der Gebäude des aufzugebenden Flughafens Tegel wird die CDU-Fraktion zusätzliche Mittel im Doppelhaushalt 2012/2013 in Höhe von 3 Millionen Euro - wie bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung beschlossen - gegenfinanziert bereitstellen.

E Kein kraftvoller Technologiepark ohne Hochschule

Die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung ist essentiell für die weitere Entwicklung des Technologieparks und Zukunftsraums. Nationale und internationale Vergleiche machen deutlich: kein kraftvoller Technologiepark ohne Hochschule – die Menschen, Studierende und Forschende, sind der Magnet für einen lebendigen Standort.

Vor diesem Hintergrund begrüßen wir es, wenn außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Universitäten Tegel als ernsthafte Standortalternative prüfen. Insbesondere unterstützt die CDU-Fraktion die strategischen Überlegungen der Beuth Hochschule für Technik, sich in Tegel anzusiedeln und wird die Etablierung einer Hochschule in Tegel politisch absichern.

Nach Auslaufen der bestehenden Mietverträge der Außenstandorte der Beuth Hochschule (Seestraße, Kurfürstenstraße, Top Tegel und Schwedenstraße) im Jahr 2016 können diese aufgegeben werden. Zukünftig soll sich die Beuth Hochschule als Wissenschaftstandem aus Campushochschule am Standort Wedding sowie einem zweiten Campus „TXL“ für urbane Technologien positionieren. Die zerfaserten Standorte der Hochschule werden zusammengeführt, der Raumbedarf in den bisherigen Außenstandorten von 14.000 qm wird in Tegel durch Nutzung der bisherigen Gates 1-6 sowie des Eingangsbereichs abgebildet. Die Planung der Beuth-Hochschule für Technik, insgesamt 12 Studiengänge im Themenumfeld der Urban Technologies in Tegel anzusiedeln, wird von der CDU-Fraktion unterstützt.

Die CDU-Fraktion teilt die Auffassung von Gutachtern, dass das Terminal Tegel wirtschaftlich für Hochschulzwecke nutzbar ist und erwartet als nächsten Umsetzungsschritt die kurzfristige Vorlage eines qualifizierten Raumprogramms. Dieses ist die fundierte Grundlage für die Ermittlung des konkreten gesamten Mittelbedarfs für investive Maßnahmen zur Umsetzung der Hochschulplanungen.

Für das Haushaltsjahr 2013 wird ein neuer Titel „Planungsmittel für den Hochschulneubau am Standort des ehemaligen Flughafen Tegel“ eingeführt und mit zwei Millionen Euro als Planungsgeld aus dem Landeshaushalt gespeist und finanziell abgesichert.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft ist aufgefordert, die Anmeldungen zur Haushalts- und Investitionsplanung des Landes Berlin für die Jahre 2014 und 2015 für die Nutzungsverlagerung schnellstmöglich anzustoßen.

Der CDU-Fraktion ist bewusst, dass die Entwicklung Tegels zum Hochschulstandort herausragender investiver Mittel bedarf und sieht dies als einen Schwerpunkt des zukünftigen Doppelhaushalts 2014/2015 an. Die Ansiedlung der Beuth Hochschule in Tegel ist die Berliner Ankerinvestition der Wissenschaft am Standort. Erste Nutzungen sollen bereits im WS 2013/14 oder früher starten. Zum Wintersemester 2015/2016 soll der Hochschulbetrieb „Urban Technologies“ in Tegel starten.

F Entwicklungsdynamik durch öffentliche und private Finanzierungen

Über die Finanzierung des Hochschulstandortes hinaus besteht hoher Investitionsbedarf. Die Tegel Projekt GmbH hat die Aufgabe, Strategien und Konzepte für Tegel zu erarbeiten und konkrete Maßnahmen für die Nachnutzung des Flughafens Tegel umzusetzen. Dafür stehen für die Jahre 2012 bis 2018 im Haushaltsplan des Landes Berlin Verpflichtungsermächtigungen in deutlicher Millionenhöhe zur Verfügung. Eine angemessene (auch personelle) Ausstattung der Tegel Projekt GmbH ist für die CDU-Fraktion von strategischer Bedeutung. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist aufgefordert, nach der Bedarfsplanung der Tegel Projekt GmbH diese Ausstattung zu qualifizieren. Weitere Mittel stehen für die Grundlagenerarbeitung und die Schaffung von Planungsrecht bereit.

Ohne privates Kapital und das Aktivieren zusätzlicher unternehmerischer Investitionen wird die Entwicklung Tegels in seiner gesamten räumlichen Ausdehnung nicht realisierbar sein. Aufgrund der räumlichen Dimension des bisherigen Flughafengeländes ist zu überlegen, ob Öffentlich-Private Partnerschaften die Wirtschaftlichkeit von Investitionsobjekten in Teilbereichen des Flughafens Tegel erhöhen und den öffentlichen Haushalt signifikant entlasten können. Die CDU-Fraktion beauftragt daher die Senatsverwaltung für Wirtschaft alternative Finanzierungsmodelle zu prüfen, die ausreichend Investitionen für den Standort Tegel sichern, aber gleichzeitig die öffentliche Haushalte nicht signifikant belasten. Es sollen daher Finanzierungsmodelle entwickelt werden, die zum Ziel haben, den Anteil des Landes an den Investitionskosten zu begrenzen. Formen von Public-Private-Partnerships (PPP), Joint Ventures zwischen Trägergesellschaft und Immobilienentwickler schließt die CDU-Fraktion nicht aus.

Hierzu ist zu klären, wie in öffentlich-privaten Partnerschaften Entwicklungswettbewerbe in Verbindung mit Immobilienentwicklern und Investoren ausgestaltet werden könnten. Hierzu sind auch Beispiele anderer nationaler und internationaler Industrieparks anzuführen. Ziel dabei ist, das existierende Geschäftsbesorgermodell mit professionellen privaten Finanzierungsmodellen zu ergänzen und den Landeshaushalt damit zu entlasten.

Die Entwicklungsdynamik Tegels soll ohne ein weiteres Abrutschen Berlins in die Schuldenfalle vorangetrieben werden.

G Ganz Berlin bekennt sich: Team Zukunftsraum „TXXL“

In vielfältigen Gesprächskreisen ist die Nachnutzung des Flughafens Tegel –zu Recht – immer wieder ein Thema. Sie ist eines der zentralen Projekte des Masterplans Industriestadt Berlin 2010-2020. Im Lenkungskreis Tegel koordinieren der Senat und die einzelnen Senatsverwaltungen (Stadtentwicklung, Wirtschaft, Finanzen) ihre Position. Das Land Berlin und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben stimmen ihr Handeln ebenfalls regelmäßig ab. Hier gilt es, die Verantwortung der BIMA noch stärker in das Gesamtkonzept zu integrieren.

Die Bedeutung dieser Abstimmung und Koordination nach innen wird nicht in Abrede gestellt. Gleichzeitig hält es die CDU-Fraktion aber für notwendig, auch gemeinschaftlich verstärkt nach außen zu kommunizieren und für den Standort und Zukunftsraum zu werben. Dabei wollen wir die hohe Identifikation und emotionale Bindung der Stadtgesellschaft zu Tegel nutzen und Tegel-Botschafter gewinnen: im Team Zukunftsraum TXL plus vereinen sich die Berliner Wirtschaft und ihre Verbände, die Tegel Projekt GmbH, Berlin Partner sowie die bezirklichen Wirtschaftsförderungen unter intensiver Einbindung von Vertretern der Stadtgesellschaft und den bestehenden „urban technology-playern“. Das Team Zukunftsraum „TXXL“ wird als offener ThinkTank unter Federführung der Senatsverwaltung für Wirtschaft konzipiert.

Landeseigene Unternehmen und Unternehmen mit Landesbeteiligungen führen ihre Veranstaltungen und Fachtagungen im Themenumfeld „Urban Technologies“ in Tegel durch. Hierzu können auch die Vorstellung von neuen Produkten, Forschungs- und Unternehmensergebnissen zählen. Ziel ist es, Multiplikatoren und der Fachwelt immer wieder den Zukunftsraum im inhaltlichen Kontext zu „Urban Technologies“ vorzustellen. Diese punktuellen Marketingmaßnahmen vor Ort werben für den neuen Standort Tegel.

Im Team Zukunftsraum „TXXL“ engagieren sich auch private Unternehmen sowie Kammern und Verbände. Sie sind eingeladen, sich im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung ebenfalls dazu zu bekennen, Aktivitäten und Veröffentlichungen im Themenfeld „Urban Technologies“ in Tegel abzuhalten.

Das Team Zukunftsraum „TXXL“ ist das Bekenntnis der Berliner Wirtschaft, der öffentlichen Unternehmen, der Politik und Verwaltung zur Industriestadt Berlin sowie zur Entwicklung Tegels. Dieses Bekenntnis erfolgt in dem Bewusstsein, dass ein nachhaltiges Wachstum der Berliner Wirtschaft nur mit mehr Industrie gelingt. Die Industrie profitiert von den hochspezialisierten Dienstleistern am Standort und schafft den Nährboden für einen dynamischen Dienstleistungssektor.

H Fazit

Nach Beendigung des Flugbetriebs und Übergang der Grundstücke an die Eigentümer wird ohne Zeitverzug der Zukunftsort Tegel entwickelt. Das CDU-Fraktion unterstützt den Aufbau zu Deutschlands führendem Forschungs- und Industriepark für „Urban Technologies“.

Die CDU-Fraktion weitet den Blick, denn der ehemalige Flughafen Tegel bettet sich in den Zukunftsraum des Berliner Nord-Westens ein. Der Zukunftsraum bildet zukünftig den Radius für Förderungen, Ausgestaltung der IBA und Anbindung bereits existenter Marktteilnehmer der Urban Technologies.

Die unmittelbare Anschlussnutzung als kreative „Urban Tech Republic“ verhindert, dass dem Gelände durch Leerstand und Vandalismus unnötig Wert entzogen wird. Die CDU-Fraktion wird diese Entwicklung durch GRW-Förderung absichern. Die Gründung der Republik stellt ein nationales als auch internationales Alleinstellungsmerkmal dar.

Für die CDU-Fraktion kann die Beuth Hochschule ein wissenschaftlicher Ankermieter in Tegel werden. Sie wirkt als Magnet für einen lebendigen Standort und soll zum Wintersemester 2015/2016 den Hochschulbetrieb „Urban Technologies“ in Tegel starten. Kein kraftvoller Technologiepark kommt ohne Hochschule aus.

Kurzfristig notwendige Umbaumaßnahmen von Teilen des Gebäudes zur Zwischennutzung (3 Millionen Euro) sowie Planungsmittel für den Hochschulneubau am Standort Tegel (2 Millionen Euro) werden von der CDU-Fraktion im Doppelhaushalt 2012/2013 abgesichert.

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft ist aufgefordert, die Anmeldungen zur Haushalts- und Investitionsplanung des Landes Berlin für die Jahre 2014 und 2015 für die Nutzungsverlagerung schnellstmöglich anzustoßen.

Die CDU-Fraktion bekennt sich zu Investitionsnotwendigkeiten der öffentlichen Hand genauso wie zur Notwendigkeit, private Partner mit ihren Investitionen für den Standort zu gewinnen. Die CDU-Fraktion beauftragt daher die Senatsverwaltung für Wirtschaft, für Teilflächen auch alternative Finanzierungsmodelle zu prüfen.

Insgesamt gestalten Öffentliche und Private im Team Zukunftsraum „TXXL“ die Zukunft des Areals und des Einzugsraumes. In diesem Team versammeln sich wichtige Akteure der Berliner Wirtschaft und der Stadtgesellschaft. Das Team wird als offener ThinkTank unter Federführung der Senatsverwaltung für Wirtschaft konzipiert. Ganz Berlin bekennt sich zu Tegel: Tegels Zukunft beginnt … jetzt.
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