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Beschlüsse
20.06.2014
Unternehmerisches denken und Handeln fängt in der Schule an
Der Senat von Berlin wird aufgefordert, dem Abgeordnetenhaus von Berlin ein Konzept vorzulegen, wie das Thema Wirtschaft und die Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge in einer komplexen modernen Gesellschaft besser und intensiver vermittelt werden kann.
Dazu gehört die Evaluation der Unterrichtscurricula sowie der Unterrichtsmaterialien. Auch soll der Senat in seinem Konzept Sorge dafür tragen, dass bei der turnusmäßigen Überarbeitung der Unterrichtscurricula und der an Berliner Schulen verwendeten Schulbücher das facettenreiche und komplexe Thema Ökonomie angemessenen Raum erhält. Dabei soll insbesondere auch auf die zentrale Rolle des kreativen, aktiven und sozial verantwortlichen Unternehmers eingegangen werden.

Ziel des Konzeptes soll sein, die Schüler stärker aufzuklären, ihnen ihre Rolle als ökonomischer Akteur (Verbraucher, Auszubildender, Arbeitnehmer, Entrepreneur, Unternehmer etc.) mit all seinen möglichen Privilegien und Folgen darzustellen und sie so stärker für ein selbstbestimmtes Arbeitsleben zu gewinnen. Die Schüler sollen sich zu aktiven und selbstbewussten Teilnehmern in einer sich zunehmend globalisierenden Wirtschaft entwickeln.

Begründung:

Berlin gilt als Gründungshauptstadt der IT- und Kreativindustrie. Berlin ist aber in erster Linie eine Stadt dessen Wirtschaft auf klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) und damit häufig auch Familienunternehmen basiert.

In unserer Stadt existieren rund 160.000 Betriebe. Davon haben über 150.000 weniger als 10 Mitarbeiter. Demgegenüber stehen aber nur gut 500 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten. Die KMU’s sind somit das ökonomische Rückgrat unserer Stadt. Ihre Existenz verdanken sie in der Regel Menschen, die für sich und andere Verantwortung übernehmen und Arbeitsplätze schaffen.

Der Grundstein, ob ein junger Mensch den Weg in die Selbständigkeit wählt, wird hauptsächlich vom familiären Umfeld und der Schule geprägt. Derzeit ist aber zu beobachten, dass der Drang sich selbständig zu machen nachlässt. 70 Prozent der Universitätsabsolventen wollen nach ihrem Berufsabschluss in großen Unternehmen als abhängig Beschäftigte arbeiten. Nur Wenige können sich eine unternehmerische Erwerbsbiographie vorstellen.

Dagegen werden aber - nach allen wissenschaftlichen Prognosen - in der Arbeitswelt der Zukunft mehr Menschen einer selbständigen Tätigkeit nachgehen. Gleichzeitig suchen viele Unternehmer einen Nachfolger für ihr Unternehmen. Da dieser Nachfolger – entgegen früherer Zeiten – häufig nicht mehr aus dem eigenen familiären Umfeld kommt, ist es von zentraler Bedeutung, andere junge Menschen für eine solche Betriebsübernahme zu begeistern.

Bei ca. 5.500 Unternehmen steht in den kommenden vier Jahren die Suche nach einem Nachfolger an, davon sind ca. 61.000 Mitarbeiter betroffen. Erfahrungsgemäß können nur rund 40% der Nachfolgen innerhalb der Familie geregelt werden – das heißt, dass für 60 % der Betriebe ein „familienfremder“ Nachfolger gefunden werden muss.

An Berliner Schulen werden zur Vermittlung dieses Wissens schon viele Schritte unternommen. Aber um auch in Zukunft weiter wirtschaftlich erfolgreich zu sein, braucht Berlin ein Klima, das selbständiges und selbstbestimmtes ökonomisches Handeln befürwortet und die zentrale Rolle des Unternehmers dabei hervorhebt.

Die Vermittlung, dass dies eine herausfordernde und befriedigende Perspektive für einen jungen Menschen darstellen kann, ist die Aufgabe unserer Schulen. Dabei wollen wir sie unterstützen und stärken.
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