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24.01.2018
ERASMUS in Berlin für die Zukunft fitmachen
Die Erfolge des Erasmus-Programms sind unbestreitbar: In drei Jahrzehnten wurde über drei Millionen Studenten ermöglicht, fachliche, kulturelle und persönliche Eindrücke in anderen europäischen Ländern zu sammeln. Eine Fremdsprache zu perfektionieren, Einblicke in andere Hochschul- und Wissenschaftstraditionen, das Kennenlernen Europas und die Erhöhung der Berufschancen sind nach wie vor die elementaren Zielsetzungen des europäischen Austauschprogramms, dessen vierte Programmphase Erasmus+ in zwei Jahren auslaufen und bis dahin neu konzipiert werden muss.

Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Berlin
Anlässlich der Anhörung im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung zum 30-jährigen Bestehen des europäischen Studentenaustauschprogramms ERASMUS erklärt Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Berlin:

„Die Erfolge des Erasmus-Programms sind unbestreitbar: In drei Jahrzehnten wurde über drei Millionen Studenten ermöglicht, fachliche, kulturelle und persönliche Eindrücke in anderen europäischen Ländern zu sammeln. Eine Fremdsprache zu perfektionieren, Einblicke in andere Hochschul- und Wissenschaftstraditionen, das Kennenlernen Europas und die Erhöhung der Berufschancen sind nach wie vor die elementaren Zielsetzungen des europäischen Austauschprogramms, dessen vierte Programmphase Erasmus+ in zwei Jahren auslaufen und bis dahin neu konzipiert werden muss.

Die von uns initiierte Anhörung im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin zu Bilanz und Perspektive des Programms nach 30 Jahren Laufzeit brachte aber auch deutlich zum Ausdruck, dass ein ‚Weiterso‘ im Hinblick auf die Erasmus-Verwaltungsstrukturen an den Berliner Hochschulen kaum mehr möglich sein wird:

Das Programm wurde in den letzten Jahren finanziell stark ausgedehnt, in Deutschland von 71 auf 100 Millionen Euro in den letzten drei Jahren. Das Ziel des Programms ist ehrgeizig: 30 Prozent aller Studenten in mehrmonatige Auslandsaufenthalte sowie 50 Prozent aller Studenten in Kurzaufenthalte zu bringen - die Humboldt-Universität kommt bei etwa 40 000 eingeschriebenen Studenten derzeit auf 1000 Mobilitäten im Jahr. Die Verwaltungskapazitäten an den Universitäten zur Umsetzung des Erasmus-Programms sind jedoch gleichbleibend niedrig geblieben, viele Aufgaben werden von studentischen Hilfskräften erledigt. So können beispielsweise auch die Anerkennungsdokumentation und die Auswertung des Programms nicht systematisch geleistet werden. 

Ich würde es für richtig halten, wenn in Zukunft neben dem Aspekt der beruflichen Verwendbarkeit der im Programm erworbenen Fähigkeiten auch der Aspekt der Verbesserung des Zusammenhalts in Europa durch persönliche Kontakte und Erfahrungen Berücksichtigung finden würde. So haben wir von der positiven Entwicklung gehört, dass Großbritannien trotz vereinbarten EU-Austritts schon jetzt Geld zur Seite gelegt hat um den Studentenaustausch weiter aufrecht zu erhalten, und dass britische Universitäten verstärkt Kooperationen mit Kontinentaleuropa knüpfen. Andererseits ist der Austausch mit der Türkei völlig eingebrochen und der Austausch mit Osteuropa findet noch zu oft als Einbahnstraße statt. Angesichts eines auseinanderdriftenden Europas ist es mehr denn je notwendig, bei jungen Menschen (und nicht nur bei Studenten) für den übergeordneten Wert eines Auslandsaufenthalts zu werben. Dies gilt unter anderem auch besonders für Lehramtsstudenten, die sich bisher als weitgehend immobil erwiesen haben, an unseren Schulen aber auf die ganze Bandbreite verschiedener Herkünfte und Sprachen stoßen werden.  

In der Anhörung wurde der deutsche Kommissar Günther Oettinger mit der Aussage zitiert, dass man angesichts des Brexit an allen Programmen, aber nicht am Erasmus-Programm kürzen werde. Das kann ich nur begrüßen!"



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