Mehr Prävention gegen Antisemitismus

++ Senat muss Vorschläge aus dem aktuellen Umsetzungsbericht verwirklichen

Cornelia Seibeld, Sprecherin für Antisemitismus-Bekämpfung der CDU-Fraktion BerlinCornelia Seibeld, Sprecherin für Antisemitismus-Bekämpfung der CDU-Fraktion Berlin

Cornelia Seibeld, Sprecherin für Antisemitismus-Bekämpfung der CDU-Fraktion Berlin, erklärt
 
"Antisemitismus findet heute in Berlin ganz real, offen und auf vielfältige Weise statt, diese Entwicklung betrachten wir mit Sorge. Zunehmender Handlungsdruck ergibt sich aus den immer weiter steigenden Zahlen antisemitischer Vorfälle.  Der Bericht von Professor Salzborn macht klar, dass Politik und Gesellschaft mehr denn je zielgerichtet und in der ganzen Breite handeln müssen.
 
Antisemitismus darf nicht zum Alltag gehören, darf nicht kleingeredet werden. Al-Quds-Demonstrationen, BDS-Aktionen, Coronaleugner-Versammlungen, überall ist Antisemitismus unerträglich hoffähig. Neben der konsequenten juristischen Verfolgung brauchen wir mehr Prävention, mehr bewusstseinsbildende Maßnahmen auf allen Ebenen der Gesellschaft: Dokumentation des allgegenwärtigen Antisemitismus mitten unter uns, Stolpersteinprojekte, Rechercheprojekte an Schulen und in der Jugendarbeit, Gedenkstelen an Schauplätzen, Fortbildung an Arbeitsplätzen und in Verbänden, Begegnungen von Jugendlichen. Besonders wichtig: Thematisierung in den klassischen wie in den modernen sozialen Medien.
 
Antisemitismus muss in allen seinen Formen benannt werden. Seine Ächtung ist das Ziel. Der Senat muss die Unterstützung all der genannten Aktivitäten intensivieren, er muss die vielfältige Arbeit vor Ort in den Bezirken koordinieren und fördern. Wir fordern den Senat auf, die vorgelegten Strategien mit eigenen Programmen und Konzepten umzusetzen und damit das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt zu fördern.“